Fallbeispiel einer nachträglichen Kellerabdichtung und Instandsetzung
von Dipl.-Ing. Franz-Josef Hölzen
In der Praxis tritt es seit Jahren öfter auf,
dass sogenannte Altbaukeller
nachträglich abgedichtet werden müssen.

Dabei handelt es sich nicht nur um Altbaukeller im klassischem Sinn, sondern
auch um Keller der jüngsten Bauperiode. Häufig sind Kellerbauwerke schon nach
relativ kurzer Nutzung sanierungsbedürftig.
Durchfeuchtete Altbaukeller sind nachträglich abzudichten, denn:

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Feuchtigkeitsursachen:

Ob die Abdichtungsplanung und Ausführung nach DIN 18195 zu erfolgen hat, ist
fraglich, denn die Norm ist für die Bauwerksinstandsetzung nur bedingt
anzuwenden.
Zitat: Diese Norm gilt nicht für nachträgliche Abdichtungen in
der Bauwerkserhaltung oder in der Baudenkmalpflege, es sei denn, es können
hierfür Verfahren angewendet werden, die in dieser Norm beschrieben werden.

Ablaufschema Instandsetzungsplanung:

Bei dem zur nachträglichen Abdichtung anstehendem Objekt wurde eine Außenabdichtung
geplant und ausgeführt. Es handelt sich um die Art der Wassereinwirkung
„Bodenfeuchtigkeit“, wenig durchlässiger Boden mit einer Dränanlage nach
DIN 4095.
Voraussetzung für das Leistungsverzeichnis war eine Bauzustandsanalyse und
die „Labortechnischen Kenndaten“ des Hauses Remmers.
Für beheizte Kellerräume gelten zusätzlich die Forderungen der EnEV 2002,
bei Wänden und Decken gegen unbeheizte Räume und gegen Erdreich. Soweit bei
beheizten Räumen Decken und Wänden, die an unbeheizte Räume oder an Erdreich
grenzen, sind bestimmte U-Werte einzuhalten.
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Ablaufschema der Instandsetzung
Kelleraußenwand mit vorhandener Bitumendickbeschichtung und mangelhaftem
Wand-Bodenanschluss!
Abdichtungssystem Außen
Arbeitsschritte:

Alle mineralischen Untergründe (feuchte Untergründe) wurden mit
Verkieselungsfolgen bestehend aus Aida Kiesol und Aida Sulfatexschlämme
vorgedichtet, um auch rückwärtige Durchfeuchtungen zu verhindern.

Die Stirnseite des Sohlenüberstandes wurde mitbeschichtet und im System eine
Dichtungskehle aus Aida Sperrmörtel eingebaut.

Alle mit Bitumen behandelten Flächen (Altputzpflächen) wurden mit Bitumenlösung
grundiert und sofort frisch in frisch mit Quarzsand als Haftgrund vollflächig
abgestreut.

Nach einer Ablüftzeit von mind. 1 Tag wurden dann die Außenwandflächen von OK
Gelände über die Dichtungskehle bis mind. 10 cm an der Stirnseite der
Sohlplatte...

..in zwei Lagen mit 2-komponentigen kunststoffmodifizierten
Bitumendickbeschichtung Sulfiton Profi Baudicht abgedichtet. Sulfiton Profi
Baudicht entspricht der DIN 18195 Teil 2 und erfüllt alle Anforderungen dieses
Regelwerkes für KMB-Produkte.

Rohrdurchführungen nach Reinigung und Grundierung, kehlenförmig mit KMB
abgedichtet.

Zum Schutz der Bauwerksabdichtung gegen das Erdreich wurden nun Drän- und
Schutzsysteme aufgebracht. Die Remmers DS-System Matte wird auf Länge
abgeschnitten...

... und als vertikale Dränung und Anfüllschutz mit Kappleiste bzw.
Abdeckleiste befestigt.

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Kellerinstandsetzung innen:

Mangelhafte, gerissene Bodenplatte

Durchfeuchtungen im Wand-Bodenanschluß!

Gegen kapillaraufsteigende Feuchtigkeit wurden Bohrlöcher gesetzt...

... und über unterschiedliche Verfahren, entsprechend den Anforderungen, eine
Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit eingebaut.

Verschluss der Bohrlöcher mit Aisit® Grundputz.

Wand-Bodenanschluss über eine Dichtungskehle mit Aida® Kiesol, Aida® Sperrmörtel
und Aida® Sulfatexschlämme.

Egalisierung unebener Flächen mit Aisit® Grundputz.

Im Feuchtebereich weitere Verkieselungsfolgen aus Aida® Kiesol...

... und Aida® Sulfatexschlämme.

Aufbringung von Aisit® Spezialvorspritzmörtel.

Aufbringen von Aisit Sanierputz WTA.

Beschichtung mit Relö Sanierputzfarbe.

Fertiggestellte Bodenplattenabdich-tung mit 2 Verkieselungsfolgen und Sulfiton
Profi Baudicht.

Ansicht in den nutzbaren, fertigen Kellerraum!
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Und das alles mit einer 5 bzw. 10-jährigen Systemgarantie von Remmers. Hier
garantiert das Haus Remmers dem Auftraggeber gegenüber für das jeweilige
Remmers-System.
Dieses setzt jedoch voraus, dass an dem Objekt nach Vorgaben des Hauses
Remmers gearbeitet wurde, d. h., dass die